aesopica.
ENFRESDEIT
FabelNº 165

Die Krähe und der Fuchs

Eine Krähe hatte ein Stück Fleisch gestohlen und sich auf einen Baum gesetzt. Ein Fuchs sah sie und wollte das Fleisch haben. Er stellte sich unter den Baum, lobte die schöne Gestalt und das prächtige Aussehen der Krähe und erklärte, niemand eigne sich besser zum König der Vögel. Sie wäre es gewiss, wenn sie nur eine Stimme hätte. Um zu zeigen, dass auch ihre Stimme nicht fehlte, liess die Krähe das Fleisch fallen und krächzte laut. Der Fuchs sprang vor, schnappte den Bissen und sagte: «Krähe, wenn du auch noch Verstand hättest, fehlte dir wirklich nichts zum König der Vögel.»

Narren verwechseln Lärm oft mit Gehalt.
Moral
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