aesopica.
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FabelNº 107

Das Zicklein und der flötenspielende Wolf

Ein Zicklein war hinter der Herde zurückgeblieben und wurde von einem Wolf verfolgt. Es drehte sich um und sagte: «Ich weiss, Wolf, dass ich deine Mahlzeit werden soll. Damit ich aber nicht ohne Ehre sterbe, spiel Flöte und lass mich tanzen.» Während der Wolf spielte und das Zicklein tanzte, hörten die Hunde den Lärm, liefen herbei und verfolgten den Wolf. Der Wolf wandte sich um und sagte zum Zicklein: «Es geschieht mir recht. Als Metzger hätte ich nicht den Flötenspieler spielen dürfen.»

Wer ohne Rücksicht auf die Umstände handelt, kann selbst das verlieren, was er schon in den Händen hält.
Moral

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