aesopica.
ENFRESDEITPT
FabelNº 46

Der Mann, der das Unmögliche versprach

Ein armer Mann war schwer krank. Als die Ärzte die Hoffnung aufgaben, ihn zu retten, wandte er sich an die Götter. Er versprach ihnen eine Hekatombe und Weihgeschenke, falls er genese. Seine Frau, die neben ihm stand, fragte: «Und woher willst du die Mittel nehmen, um das alles zu bezahlen?» «Glaubst du etwa», antwortete er, «ich werde nur deshalb gesund, damit die Götter kommen und es von mir einfordern können?»

Menschen geben bereitwillig Versprechen ab, die sie gar nicht einzuhalten beabsichtigen.
Moral

Ähnliche Fabeln

  1. Illustration zur Fabel von Äsop „Der Schwindler“Nº 55Der SchwindlerEin armer Mann war schwer krank und versprach den Göttern, ihnen hundert Ochsen zu opfern, falls sie ihn vor dem Tod retteten. Die Götter wollten ihn…Fabel lesen →
  2. Illustration zur Fabel von Äsop „Der athenische Schuldner“Nº 10Der athenische SchuldnerIn Athen drängte ein Gläubiger seinen Schuldner zur Zahlung. Dieser bat zunächst unter Hinweis auf seine Not um mehr Zeit. Als das nichts half,…Fabel lesen →
  3. Illustration zur Fabel von Äsop „Das Wiesel und der Hahn“Nº 12Das Wiesel und der HahnEin Wiesel fing einen Hahn und suchte nach einem glaubwürdigen Vorwand, um ihn zu fressen. Es warf ihm vor, die Menschen durch sein nächtliches…Fabel lesen →
Der Newsletter

Eine Fabel, jeden Sonntag, in deinem Postfach.